Montag, 1. Februar 2010

Einen Artikel, den ich schon vor einigen Tagen geschrieben habe, den ich aber aus Zeitgründen noch nicht gepostet habe, möchte ich jetzt doch noch einstellen:


" ... Noch ist das Kampfschießen erlaubt ... "



... so steht es in der Onlineausgabe der "Stuttgarter Nachrichten".



In diesem Artikel heißt es, ich zitiere:





" ... Dabei geht es der Länderkammer vor allem um ein Verbot des sogenannten IPSC-Schießens. Dieses gilt in praktizierenden Schießsportvereinen als "sportliches Bewegungsschießen". Die Politik spricht jedoch vom Schießen mit kampfmäßigem Charakter, das nur noch in Spezialeinheiten der Polizei oder des Militärs trainiert werde. Dabei bewegt sich der Schütze mit einer Waffe in einem Raum und gibt nach vorgegebenem Parcoursaufbau mehrere Schüsse ab. ... "







Man sieht, wie sich die Leute, die über soetwas reden doch mit der Materie auskennen. Beim IPSC handelt es sich keines falls um ein kampfmäßiges Schießen. Denn was zum kampfmäßigen Schießen gehört, steht ganz klar im WaffG sowie in der AWaffV aufgelistet. Von den dort aufgeführten Kriterien, wird beim IPSC keine, aber auch wirklich keine akzeptiert noch praktiziert. Man geht beim Parcouraufbau strikt danach, was man darf und was nicht. Außerdem ist jedem Schützen vorher ganz genau klar, wo welche Ziele angebracht sind. Beim kampfmäßigen Schießen ist dies nicht der Fall. Dort wird auf plötzlich auftauchende Ziele geschossen, wo der Schütze vorher nicht weiß, an welcher Stelle diese platziert sind. Es wird sich aber auch seitens der Politik und seitens derer, die ein IPSC-Verbot fordern kein Bild davon gemacht, was IPSC wirklich heißt.



Weiter heißt es in dem schon oben zitierten Artikel:







" ... Auch sollen Möglichkeiten überprüft werden die Bauart einer Waffe so abzuändern, dass Gewalttaten erschwert werden - zum Beispiel durch ein zeitaufwändigeres Nachladen. ... "







Mit einer solchen Maßnahme, sprich der Veränderung der Waffe würde man ganz klar nur wieder die bestrafen, die sich schon an die geltenden Gesetze halten. Diejenigen, die Zeit und auch nicht zu wenig Geld in dieses Hobby investiert haben, die will man dafür strafen, daß Sie den gesetzeskonformen Weg gegangen sind Waffen zu erwerben?
Was ist denn mit den Personen, die illegal eine Waffe besitzen? Das sind im Endeffekt die Deliktrelevanten Waffen, nicht die legal besessenen Waffen. Der Prozentteil, der seine legale Waffe für eine Straftat begeht, dürfte wohl weit unter einem Prozent liegen. Wir werden immer mehr in unseren Freiheiten als (ich muss es nochmal erwähnen) gesetzestreue Waffenbesitzer immer mehr eingeschränkt. Weil diese ganzen Forderungen natürlich im Zusammenhang mit Winnenden stehen, so möchte ich doch ganz klar anmerken, dass es vielleicht wichtiger wäre mal nach den Gründen zu suchen für solche schrecklichen Taten. Aber es ist ja viel einfacher, sowohl für die Waffengegner als auch für die Politiker, einfach den legalen Waffenbesitz langsam nach und nach zu verbieten.
Da möchte ich doch nochmals Yves Montand zitieren:


"In der Politik ist es wie im täglichen Leben: Man kann eine Krankheit nicht dadurch heilen, daß man das Fieberthermometer versteckt."




Quelle:





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